Studie: Das deutsche Finanz- und Rechnungswesen sieht der Verrentung von Fachkräften gelassen entgegen

Nachfolger in Sicht

Mit einem altgedienten Mitarbeiter verlässt ein großer Wissens- und Erfahrungsschatz das Unternehmen. Diese Aussicht beunruhigt die deutschen Unternehmen jedoch nicht über die Maßen. Sie fühlen sich für den personellen Wechsel gut vorbereitet. Dies ist ein Ergebnis der Studie Workplace Survey 2009, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 6.000 Personal- und Finanzmanager in 20 Ländern befragt hat. Die Workplace Survey wird jährlich durchgeführt und informiert über Trends auf dem Arbeitsmarkt für das Finanz- und Rechnungswesen.

In den kommenden Jahren wird sich eine ganze Generation von Fach- und Führungskräften in den Ruhestand verabschieden. Die Angst vor einem großen Know-how-Verlust hält sich im deutschen Finanz- und Rechnungswesen jedoch in Grenzen. So zeigt sich lediglich jeder fünfte Befragte beunruhigt oder sogar sehr beunruhigt über den Weggang von Wissensträgern. Demgegenüber sehen 42 Prozent der Finanzexperten keinen Anlass für Besorgnis, was auch dem internationalen Trend entspricht.

Tatsächlich haben die Unternehmen Anlass zur Zuversicht. Selbst wenn eine Nachfolgeregelung unerwartet schnell getroffen werden muss – etwa bei längerer Krankheit oder gar Tod des bisherigen Stelleninhabers – stellen Interimsmanager einen guten und schnellen Ersatz dar. Ihr Einsatz garantiert die rasche Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit und bietet den Unternehmen genügend Zeit, um eine langfristige Lösung zu finden.

Aber auch intern haben die Unternehmen für den personellen Übergang vorgesorgt. So gibt es in knapp zwei Drittel aller Firmen Programme, die Nachwuchsführungskräfte identifizieren und in ihrer Entwicklung unterstützen. Am häufigsten setzen die Finanz- und Personalmanager dabei auf das Stärken von sozialen Kompetenzen (67 Prozent), auf Managementschulungen (61 Prozent) sowie auf Programme zur Nachfolgeplanung (33 Prozent; Mehrfachnennungen möglich).

Zweifeln die Spezialisten hingegen an der Leistungsfähigkeit ihres Finanz- und Rechnungswesen ohne die erfahrenen Mitarbeiter, ist dies bei 59 Prozent von ihnen hauptsächlich im dadurch entstehenden Führungskräftemangel innerhalb der Abteilung begründet. Neben der Sorge um eine langfristige personelle Unterbesetzung der Managementebene treibt die Finanzmanager jedoch auch die Angst um den Verlust von Fachwissen um (46 Prozent) sowie die Befürchtung, dass die Nachwuchsführungskräfte nicht ausreichend auf den Wechsel vorbereitet seien (35 Prozent; Mehrfachnennungen möglich).

Geordneter Übergang

Steht in einem Unternehmen der Weggang altgedienter Führungskräfte an, lohnt es sich, für die Übergangsphase einen Interimsmanager als „Lotsen in rauer See" zu engagieren – dies gilt besonders, wenn die Nachfolge überraschend geregelt werden muss. Dieser erfahrene Experte moderiert nicht nur den Wechsel von einem Manager auf den anderen, sondern bietet dank seiner langjährigen Berufspraxis auch wertvolle Unterstützung bei Sachthemen. Darüber hinaus kann der Interimsmanager seiner Berufsbezeichnung alle Ehre machen und die vakante Position so lange selbst vertreten, bis – auch mit seiner Hilfe – eine geeignete Nachwuchsführungskraft identifiziert und eingearbeitet worden ist.

„Die Zahlen der Workplace Survey belegen, dass viele Unternehmen das Gefühl haben, gut auf den Wechsel von Fach- und Führungskräften vorbereitet zu sein", erläutert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, die Ergebnisse der Studie. „Da jedoch in mehr als einem Drittel der Fälle Unternehmensnachfolgen überraschend notwendig werden, sollten Firmen überprüfen, ob sie auch für diesen Notfall wirklich gerüstet sind. Die rechtzeitige Erstellung eines Krisenplans sowie die Benennung eines kommissarischen Führungsteams sind hierbei gute Möglichkeiten, sich für den hoffentlich nie eintretenden Tag X zu wappnen."

Die Pressemitteilung können Sie unter www.roberthalf.de/Pressezentrum abrufen. Dort finden Sie auch Informationen zu früheren Studien.


Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei Robert Half Finance & Accounting:

Kontakt:
Christina Holl
T: +49 (0)89/286 74-074
E: christina.hollrhi.net

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